ERNÄHRUNG der KATZE

Wir ernähren unsere Tiere sowohl Katzen als auch Hund mit BARF (Biologisch artgerechte Rohfleischfütterung – Bones and raw food). Auch unsere Kitten werden mit BARF gefüttert, werden aber mit gegebenem Alter auch an Dosenfutter gewöhnt, damit auch Familien welche sich nicht an BARF herantrauen, keine Fütterungsprobleme bekommen. Hin und wieder gibt es auch einmal eine kleine Portion Trockenfutter, dies aber nur max. 2-3-mal die Woche und auch nur als Snack nebenbei.

Wichtig ist beim Futter der Fleischgehalt. Die Katze ist ein Carnivore…also ein Fleischfresser.

Überprüfen Sie doch mal die Inhaltsangaben in dem Futter, welches Ihr Stubentiger täglich zu sich nimmt. Die optimale Zusammensetzung sollte aus ca. 85 % Fleisch, 10% Gemüse &Obst und 5% Getreide bestehen. Über das Getreide lässt sich streiten, muss nicht sein kann aber.


Bei der Fütterung von Fertigfutter, sollte immer auf einen hohen Fleischanteil geachtet werden. Trockenfutter sollte nicht die Hauptmahlzeit des Stubentigers sein sondern nur als Snack verfüttert werden.

 

Was ist BARF?

Bei BARF versucht man das Futter in der Zusammensetzung so gut es geht dem natürlichen Beutetier (z.B. Maus) so nah wie möglich zu kommen. Natürlich verfüttern wir keine lebenden Beutetiere, das wäre uns dann doch etwas zu makaber und wir wollen auch nicht, dass ein kleines Mäuschen qualvoll gefoltert wird. BARF bedeutet daher -  z.B. der Maus inkl. Mageninhalt, Fell, Knorpel und Knochen in der Zusammensetzung so nah wie möglich zu kommen.

 

Wie bereiten wir unser BARF zu?

Wir besitzen einen guten Fleischwolf, dort faschieren wir immer je nach Zusammensetzung für ca. 4 Wochen Hühnerbrust, Hühnerkeulen, Putenbrust, Rindsgulasch und je nach Bedarf Hühner und Putenherzen, Hühner- und Putenleber, Hühnermägen etc., vermischen alles, packen es portionsweise ab und frieren es flach gedrückt in Platten ein.

Da wir es zu Platten drücken brauchen wir das rohe gefrorene Fleisch vor Gebrauch nur kurz in warmes Wasser geben damit es auftaut, danach noch ein paar Supplemente dazu (Öl, Gemüse oder Obst, Haferflocken, Taurin, Meersalz etc.) umrühren und fertig. Wir raspeln sehr gerne Karotten ins Futter, da dies sehr gut für den natürlichen Schutz der Darmflora ist.

Hin und wieder bekommen unsere Katzen auch Eintagsküken (natürlich schon tot) zu fressen, ist aber nicht jedermanns Sache und muss daher auch nicht sein.

Wir füttern kein Schweinefleisch, da dieses einen für Katzen tödlichen Virus enthalten könnte.

Natürlich kann man aus der Ernährung mit Rohfleisch eine richtige Wissenschaft machen, aber wiegen Sie täglich Ihre Mahlzeiten ab? Oder berechnen Sie genau, wieviel Obst, Gemüse, Kohlhydrate, etc. Sie zu sich nehmen müssen? Und in Anbetracht, dass auch Katzen welche Ihr Leben lang nur mit billig Futter mit minderer Qualität gefüttert wurden und trotzdem ein hohes Alter erreichen, kann man, wenn man sich an ein paar Regeln hält, gar nicht viel falsch machen.

Wichtig ist, dass im Großen und Ganzen der Bedarf über ein Monat hinweg gedeckt ist. Zwischendurch mal ein nicht so gesundes Leckerli ist auch nicht schlimm, wir können es mit einen Besuch eines Fastfood-Restaurants vergleichen.

Bevor man jedoch beginnt zu BARFen sollte man sich unbedingt ausgiebig mit der Materie beschäftigen und eventuell einen erfahrenen BARFer zur Rate ziehen. Denn BARF bedeutet mehr als nur rohes Fleisch oder Fisch.

 

Wie kam es dazu, dass wir BARFen?

Ich habe von Anfang an immer auf hochwertiges Futter mit viel Fleisch geachtet. Und Trockenfutter hatte ich anfangs auch immer zur Verfügung, damit meine Katzen auch ja nicht über den langen Tag hinweg, während wir bei der Arbeit sind, verhungern.

Immer wieder gab es tageweise Durchfälle, was aber nicht so schlimm war und wir immer auf die verschieden Fertigfuttersorten geschoben haben. „Verträgt diese Sorte halt nicht“

Eine unsere Katzen hatte immer wieder Kinn Akne bekommen. Nicht schön anzusehen, aber auch nicht so schlimm, dann mussten wir eben wieder eine Woche desinfizieren und es war wieder gut.

Dann Hiobsbotschaft….unser Kastrat hatte eine schwere Blasenentzündung und bereits Struvitkristalle im Harn. Wer schon mal damit konfrontiert wurde weiß, dass Blasenprobleme sehr schwer in den Griff zu bekommen sind.

Durch unsere Freundin Kerstin konnten wird mit diversen Naturheilmittel und absoluten Trockenfutterentzug Besserung erzielen. – Das war auch der ausschlaggebenden Grund warum wir uns allmählich mit dem Thema BARF auseinander gesetzt haben.

Dennoch klang alles so kompliziert- ja fast schon wie eine eigene Wissenschaft. Doch als wir unsere Freundin Kerstin in Niederbayern besucht hatten und sie so ganz nebenbei in ca. 5 Minuten eine gesamte BARF Mahlzeit zubereitete, hat es mich voll und ganz überzeugt.

Seitdem versuchte ich langsam meine Katzen auf BARF umzustellen, die beiden Mädchen waren sehr schnell vom neuen Futter überzeugt, aber unser Kastrat, für welchen es am wichtigsten von allen gewesen wäre, wollte und wollte es nicht fressen, nicht mal probieren. Ein halbes Jahr haben wir gekämpft ihn davon zu überzeugen, immer wieder unters Futter gemischt - ohne Erfolg. Bis er eines Tages von heute auf morgen plötzlich nur noch BARF gefressen hat und kein Fertigfutter mehr angerührt hat.


Was bestätigt uns in der Rohfleischfütterung?

  • Unsere, immer sehr dünne, Zuchtkatze, hat an Masse zugenommen. Sie ist mittlerweile eine sehr kräftige Katze mit stämmigen und muskulösen Körperbau

  • Wir haben seitdem annähernd keine Durchfälle mehr in der Katzengruppe

  • Die Kitten sind um ein vielfaches kräftiger als davor

  • Die Kinn Akne ist Geschichte

  • Unser Kastrat hat ohne weitere Medikamente keine Struvitkristalle mehr im Harn und auch keine Rückfälle einer Blasenentzündung

  • Der Kot riecht bei Weitem nicht mehr so streng

  • Das Fell ist viel schöner geworden

  • Keine Probleme, dass die Tiere zu wenig trinken, da sie durch das Fleisch bereits extrem viel Flüssigkeit zu sich nehmen.